Soll ich Solar-Leads einkaufen oder lieber selber Werbung schalten? Diese Frage stellen sich viele Solarbetriebe in der Schweiz – vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum mittelgrossen Unternehmen mit zehn Monteuren. Beide Wege haben ihre Berechtigung, und keiner ist grundsätzlich besser als der andere. Was zählt, sind Ihre aktuelle Situation, Ihr Budget und Ihre Kapazitäten. In diesem Artikel vergleichen wir die drei gängigsten Optionen mit konkreten Zahlen – ehrlich und ohne Verkaufsfloskeln.
Option 1: Leads von einem Anbieter kaufen
Beim Lead-Kauf beauftragen Sie einen spezialisierten Anbieter, der Anfragen von Hauseigentümern generiert und an Solarbetriebe vermittelt. Die Leads werden in der Regel über Online-Marketing (Google, Social Media, Vergleichsportale) gewonnen und – je nach Anbieter – telefonisch vorqualifiziert, bevor sie an Sie weitergeleitet werden.
Vorteile
- Sofort verfügbar: Sie erhalten Anfragen ab dem ersten Tag, ohne selbst Kampagnen aufbauen zu müssen.
- Planbar: Sie bestimmen, wie viele Leads Sie pro Woche oder Monat erhalten möchten – passend zu Ihrer Kapazität.
- Kein Marketing-Know-how nötig: Sie müssen sich weder mit Google Ads noch mit Landingpages beschäftigen.
- Vorqualifiziert: Bei seriösen Anbietern sind Eigentum und Interesse telefonisch bestätigt.
Nachteile
- Kosten pro Stück: Jeder Lead hat einen festen Preis – unabhängig davon, ob daraus ein Auftrag wird.
- Mehrfachvermittlung: Die meisten Anbieter vermitteln einen Lead an 2–4 Betriebe gleichzeitig. Sie stehen im direkten Wettbewerb.
- Abhängigkeit vom Anbieter: Liefert der Anbieter nicht oder sinkt die Qualität, stehen Sie ohne Anfragen da.
Telefonisch verifizierter Lead: CHF 60 – 120
Qualifizierter Beratungstermin: CHF 150 – 300
Rechenbeispiel: Bei einer Abschlussquote von 20 % und einem Lead-Preis von CHF 80 benötigen Sie im Schnitt 5 Leads für einen Auftrag. Das ergibt Akquisekosten von CHF 400 pro Kunde. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von CHF 25'000 ist das ein Akquise-Anteil von nur 1,6 %.
Option 2: Eigene Google Ads schalten
Bei Google Ads schalten Sie bezahlte Anzeigen auf Suchbegriffe wie «Solaranlage Offerte Zürich» oder «Photovoltaik Kosten Schweiz». Wer genau danach sucht, sieht Ihre Anzeige zuoberst in den Suchergebnissen und kann direkt auf Ihre Webseite klicken. Das Prinzip ist einfach – die professionelle Umsetzung aber anspruchsvoll.
Vorteile
- Eigene Marke: Interessenten landen auf Ihrer Webseite, nicht auf einem Vergleichsportal. Sie bauen Vertrauen in Ihren Betrieb auf.
- Exklusive Leads: Die Anfrage gehört nur Ihnen – kein Wettbewerb mit anderen Betrieben um denselben Kunden.
- Langfristiger Aufbau: Ihre Webseite und Kampagnen gewinnen über die Zeit an Qualität und Effizienz.
Nachteile
- Hohe Klickpreise: Im Solarbereich zahlen Sie in der Schweiz CHF 5 – 15 pro Klick, je nach Keyword und Region.
- Tiefe Conversion Rate: Nur 3 – 8 % der Webseitenbesucher füllen tatsächlich ein Kontaktformular aus.
- Landingpage erforderlich: Eine professionelle, auf Conversion optimierte Seite ist Pflicht. Ihre normale Firmenwebseite reicht selten.
- Laufende Optimierung: Google Ads erfordern ständige Betreuung – Keywords anpassen, Anzeigen testen, Budgets optimieren.
Durchschnittlicher Klickpreis: CHF 8
Conversion Rate: ca. 5 %
Kosten pro Lead (rein Werbebudget): CHF 160
Aber: Dazu kommen häufig Agenturkosten von CHF 1'000 – 2'000 pro Monat, einmalige Kosten für eine Landingpage (CHF 2'000 – 5'000) und laufende Betreuung. Für kleinere Betriebe mit 10 – 20 Leads pro Monat liegen die realen Gesamtkosten pro Lead oft bei CHF 200 – 400.
Option 3: Facebook- und Instagram-Ads
Social-Media-Werbung funktioniert anders als Google Ads. Statt auf eine aktive Suche zu reagieren, sprechen Sie Personen an, die aufgrund ihres Profils (Hauseigentümer, Alter, Region) als potenzielle Kunden in Frage kommen. Die Klickpreise sind deutlich tiefer – oft nur CHF 1 – 3 – und die Lead-Kosten liegen typischerweise bei CHF 20 – 60 pro Anfrage.
Der Haken: Diese Leads sind «kälter». Die Person hat nicht aktiv nach einer Solaranlage gesucht, sondern wurde durch eine Anzeige neugierig gemacht. Viele davon sind Mieter, haben kein konkretes Budget oder wollten «nur mal schauen». Die Abschlussquote liegt bei Social-Media-Leads erfahrungsgemäss unter 10 % – oft sogar deutlich tiefer. Das relativiert den scheinbar günstigen Lead-Preis schnell.
Social Ads können als Ergänzung funktionieren, besonders für die Markenbekanntheit. Als alleiniger Akquisekanal sind sie für die meisten Solarbetriebe aber nicht ausreichend. Der Branchenverband Swissolar empfiehlt Betrieben generell, auf mehrere Standbeine bei der Kundengewinnung zu setzen.
Der ehrliche Vergleich
Wie schneiden die drei Optionen im direkten Vergleich ab? Hier die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:
Kosten pro Lead: CHF 60 – 120 (verifiziert)
Qualität: Hoch (telefonisch geprüft, Eigentümer bestätigt)
Zeitaufwand: Gering – Sie erhalten fertige Leads
Skalierbarkeit: Gut – Menge flexibel steuerbar
Planbarkeit: Hoch – feste Anzahl pro Woche/Monat
Google Ads (selbst/Agentur)
Kosten pro Lead: CHF 160 – 400 (inkl. Agentur)
Qualität: Hoch (aktive Suchanfrage)
Zeitaufwand: Hoch – Setup, Optimierung, Reporting
Skalierbarkeit: Mittel – begrenzt durch Budget und Suchvolumen
Planbarkeit: Mittel – Schwankungen je nach Saison und Wettbewerb
Facebook/Instagram Ads
Kosten pro Lead: CHF 20 – 60 (unqualifiziert)
Qualität: Tief bis mittel (kalte Leads, viele Mieter)
Zeitaufwand: Mittel – Creative-Erstellung, Targeting, Tests
Skalierbarkeit: Hoch – grosse Reichweite möglich
Planbarkeit: Mittel – Qualität schwankt stark
Für wen lohnt sich was?
Die richtige Strategie hängt von der Grösse und den Ressourcen Ihres Betriebs ab. Hier unsere ehrliche Einschätzung:
Kleiner Betrieb (1 – 3 Monteure)
Sie brauchen planbar 5 – 15 Leads pro Monat und haben weder Budget noch Know-how für eine eigene Marketing-Abteilung. Für Sie ist der Kauf von vorqualifizierten Leads der schnellste und sicherste Weg zu neuen Kunden. Der Aufwand ist minimal: Leads entgegennehmen, anrufen, beraten, abschliessen. Kein Experimentieren mit Werbebudgets, keine Agenturverträge, kein Risiko.
Mittlerer Betrieb (4 – 10 Monteure)
Sie haben ein gewisses Marketingbudget und können sich eine Agentur leisten. Die beste Strategie ist ein Mix: Kaufen Sie Leads als solide Basis für planbaren Umsatz und bauen Sie parallel eigene Google-Ads-Kampagnen auf. So reduzieren Sie langfristig die Abhängigkeit von Lead-Anbietern, ohne kurzfristig auf Anfragen verzichten zu müssen.
Grosser Betrieb (10+ Monteure)
Mit einer eigenen Marketing-Abteilung oder einem dedizierten Marketingverantwortlichen können Sie alle Kanäle parallel bespielen: eigene Google Ads, Social Media, SEO, Leads kaufen und dazu Empfehlungsmarketing. Hier geht es darum, den besten Kanalmix zu finden und die Kosten pro Abschluss über alle Kanäle hinweg zu optimieren.
Fazit: Was ist der beste Einstieg?
Für die meisten KMU in der Solarbranche ist der Kauf von qualifizierten Leads der schnellste und risikoärmste Einstieg in die systematische Neukundengewinnung. Sie investieren nur in tatsächliche Anfragen, brauchen kein Vorwissen im Online-Marketing und können sofort loslegen. Eigene Werbung lohnt sich als Ergänzung – aber erst, wenn die Grundauslastung über eingekaufte Leads gesichert ist.
Entscheidend ist in jedem Fall die Qualität der Leads. Achten Sie auf telefonische Verifizierung, bestätigtes Eigentum und eine transparente Vermittlung. Bei pv-anfragen.ch setzen wir genau auf diese Kriterien – damit Ihre Investition in Leads auch wirklich zu Aufträgen führt.
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